Spiel mit dem Feuer

von KimPuffPoingPeng

Oft werde ich gefragt: Was macht eigentlich eine oberste Untersekretärin? Meistens antworte ich: Das Gleiche wie eine unterste Obersekretärin. Aber ich will an dieser Stelle ein wenig näher darauf eingehen, was meine Aufgabe im Kollektiv Speerspitze ist, weil es im Grunde die gleiche Aufgbabe ist, vor der auch jeder Leser steht, insbesondere jetzt, in einer der wichtigsten Phasen des Plandemiegeschehens, die wir als “Endspiel” bezeichnet haben:

Wenn das Wort nicht so verbrannt wäre, dann würde ich einfach sagen, dass ich “Fakten checke”.

Was ich tue – und was ich jedem Leser rate zu tun, auch und besonders mit unseren Artikeln – ist überprüfen.

Nun wissen wir ja, dass wir in einer Welt leben, in welcher die Quellen, die vom Mainstream als besonders wertvoll bezeichnet werden, wahrscheinlich die unzuverlässigsten sind. Also wie überprüft man Quellen angesichts einer Medienwelt, in der es immer schwieriger wird, Schein vom Sein zu trennen?

Der allerallerwichtigste erste Schritt ist, dass man sofort den Medienkonsum komplett einstellt. Erst wenn man Nachrichten nicht mehr konsumiert, sondern kritisch betrachtet, macht es wieder Sinn, sich dem auszusetzen. Für den ein oder anderen mag eine bewusste Entscheidung reichen, andere benötigen eine wochenlange Medienabstinenz, um in den neuen Modus zu gehen. Und niemand ist davor gefeit, nicht wieder in den Konsum zurückzufallen! Wenn wir die “alternativen Medien” so konsumieren, wie die anderen die MSM, dann nehmen wir eben nur andere Quellen kritiklos als Autoritäten hin, wie die meisten, werden aber genau auf die gleiche Weise wie sie im Bewusstsein gedämpft.

Ludwig beschreibt diese Dämpfung auf seinem Blog Fassadenkratzer sehr ausführlich als eine Trance, welche imstande ist einem den freien Willen komplett zu entziehen und einen zu einem Automaten zu machen.

Was er in dem verlinkten Artikel nicht sagt, aber wahrscheinlich ebensowenig wie ich für ausgeschlossen hält, ist, dass jemand von “unserer Seite”, der sich selbst als total “kritisch” ansieht, sich ebenso automatisieren lässt und zu einem Telegram-Bot wird, der diese “Teilen, teilen, teilen!” Nachrichten brav weiterteilt und alle paar Tage denkt, jetzt sei der “Game Changer” gekommen, weil irgendjemand ein Video einer Sprechpuppe geteilt hat, die irgendwas gesagt hat (meist fällt den Leuten nicht einmal auf, dass diese “aktuellen” Videos oft Wochen oder sogar Monate alt sind) oder seit Wochen im Keller sitzt, weil Jenny in einer Sprachnachricht, die sich ganz zufällig viral verbreitete, gesagt hat, morgen ist Atomkrieg.

Auch sollten wir uns in diesem Zusammenhang klar machen, dass nicht nur für die MSM, sondern auch für unsere Blase gilt: Die Nachricht macht das Ereignis, nicht umgekehrt.

Wie dieser Grundlagenartikel im verbotenen Archiv sehr ausführlich darstellt, ist es der Grad der medialen Aufmerksamkeit, die entscheidet, ob ein Ereignis zu einer Nachricht wird oder gar zu etwas, über das man redet oder vielleicht sogar zu einem Skandal. Fehlt die mediale Begleitung, bleibt der Skandal aus.

Leider haben wir alternativen Medien oft keine Wahl: Wenn der MSM den Skandal nicht als solchen benennt, müssen wir das tun. Wir arbeiten dann mit den Mitteln der Medien, nehmen eine latent-aggressive Stimmung auf und schreiben die Wut herbei. Damit machen wir, auch wenn es aus der allergutesten Intention geschehen sollte, genau das Gleiche wie die Massenmedien.

Als Beispiel dafür kann man das mit der Polizeigewalt anführen. Schaut euch zum Beispiel die Diskussion zum Polizeihundebiss in Amsterdam bei Boris an.

Ja, Einzelfragen wie “hat der Hund nur gehalten oder gebissen?” und “war das inszeniert?`” müssen unbedingt gestellt werden. Aber darüber vergessen die Kommentatoren das Gesamtbild. Denn zum einen zeigen die Videos glasklar, dass die Polizei von Amsterdam da einiges inszeniert hat (so wie den Angriff auf die Veteranen, das man in dem verlinkten Artikel ebenfalls ansehen kann) und es ist anzunehmen, dass solche Aktionen einfach Tests sind, wie weit man gehen kann. Zum anderen verzerrt die Diskussion über die Gewalt in Amsterdam, Schweinfurt und sonstwo, aber auch die Realität: Millionen Menschen wachen gerade auf und schließen sich den Protesten an, die zu (geschätzt) über 80% friedlich von der Polizei begleitet werden, so wie es sein sollte, zu 19% gibt es die üblichen “Katz und Maus”-Spiele, Identitätsfestellungen und Ordnungswidrigkeitsanzeigen und in weniger als 1% der Fälle kommt es zu Rangeleien, sowie Schlagstock- und Pfeffersprayeinsatz.

Ich will das nicht kleinreden! Der Umgang mit Demonstranten durch die Polizei seit Beginn der Coronascheiße ist zum Teil wirklich mehr als fragwürdig, ja skandalös.

Aber was erreichen wir mit der Skandalisierung? Viele denken, wenn die Schlafenden das erfahren, wachen die auf. So nach dem Motto: Hey, hatten wir nicht mal so ein Dingsbums, wie hieß das noch… Grundgesetz?

Dafür müssten sie es aber erfahren und die MSM berichten ja immer nur von unfgefähr genau dreieinhalb rechtsradikalen Nazinazis, die mit Fackeln bewaffnet das Vierte Reich vorbereiten.

Was viele nicht verstehen: Unsere Artikel werden beinahe ausschließlich von denen gelesen, welche ohnehin schon auf unserer Seite sind. Das gilt für Boris Reitschuster, EpochTimes, Tichys Einblick und Rubikon (usf.) nicht weniger als für die Speerspitze.

Wir sagen ja auch ganz klar, dass wir für euch schreiben, für die “Blase” bzw. deren inneren Zirkel.

In der Blase sorgt die ewähnte Art der Skandal-Berichterstattung allerdings regelmäßig für Wut, Angst und Hass.

So verständlich es ist, wütend über die Zustände zu sein, Angst vor der Zukunft zu haben und die Hintermänner aus tiefstem Herzen zu hassen: Es bringt uns nicht weiter, uns jetzt da reinzusteigern, uns triggern zu lassen, wie das die MSM-Konsumenten tun, wenn sie von “brutalen Naziaufmärschen” lesen und nicht wissen, dass da Familien mit Kindern gemeint sind.

Wenn es so weitergeht, dann gibt es bald die ersten Spaziergänge, auf denen es organisierte Gewalt von Spaziergängern gibt – ganz ohne, dass das Regime Agenten einschleusen muss. Einfach weil die Leute sich fanatisiert haben (im Gegensatz zum Radikalisieren ist Fanatisieren kontraproduktiv).

Wir spielen hier gerade mit dem Feuer!!!

Die Leute sind eh schon wütend, vor allem dann, wenn sie gerade erst wach geworden sind und den Prozess, den viele von uns in Jahrzehnten, andere immerhin in 22 Monaten, durchgemacht haben, in ein paar Wochen durchleben.

Ich hätte jedes Verständnis dafür, wenn die Spaziergänger nicht nur zu Fackeln, sondern auch zu Mistgabeln greifen würden, aber im Moment ist das taktisch total unklug. Noch sitzt das System zu fest im Sattel, noch gibt es zu viele Ausführende, noch sind die Massenmedien zu omnipotent.

Was wir jetzt brauchen ist eine Massenbewegung, die mit einer Stimme spricht, auch wenn sie gar nicht bzw. dezentral organisiert ist, eine Bewegung, welche die Gemeinsamkeiten und nicht die Unterschiede betont und die so radikal friedlich ist, dass es wehtut.

Sie haben dann nur zwei Möglichkeiten:

Entweder sie gehen einen Schritt zurück, beenden vielleicht sogar die ein oder andere besonders bösartige “Maßnahme” und/oder lassen den Protesten eine längere Leine (wie jüngst von der GdP vorgeschlagen). Das tun sie dann zwar nur, um danach wieder zwei Schritte voran zu gehen, aber in das entstandene Vakuum kann dann noch mehr Protest vordingen.

Oder sie gehen einen Schritt vor und setzen Gewalt in einem Ausmaß ein, wie wir es bisher nicht gesehen haben (und ja, das ist noch sehr viel Luft nach oben!). Dann wird der stärkere Druck hoffentlich noch stärkeren Gegendruck erzeugen.

Entscheidend bei diesem Kampf auf der Straße ist meiner Meinung nach, dass die dort spazieren gehenden Menschen eben keine bewusstseinsgetrübten Automaten sind. Selbst wenn diese nämlich auf “unserer Seite” wären, wären sie ebenso programmierbar, wie die Roboterimitate der anderen Seite. Was wir brauchen, sind wahrhaft mündige, aufgeklärte Menschen, die in jedem Moment genau wissen, was sie tun, die auch sich selbst und uns, ihre Informationsgeber und Meinungsführer, infrage stellen wollen und können.

Letztendlich ist es dieses jeweils individuelle, aber im Ergebnis kollektive Erwachen aus dem jeweils individuellen, aber im Ergebnis kollektiven Winterschlaf des jeweils individuellen, aber im Ergebnis kollektiven Bewusstseins, welches “die Wende” bringen kann und wird:

Der Aufstieg in ein neues, höheres Bewusstsein, hat nämlich wenig zu tun damit, dass man auf Klangschalen eindrischt und “Omm…” channelt, esoterische Wahrheiten erkennt, die bisher nur Auserwählten zugänglich waren oder von Q den Geheimplan in die Jackentasche gesteckt bekommt.

Dieser Aufstieg bedeutet zunächst nur, dass man sich aus dem Spinnennetz der medialen Manipulation befreit (und wie gesagt sich auch nicht in ein anderes, kleineres Netz fangen lässt), die Verantwortung für das eigene Sagen und Tun übernimmt und sich mit uns anderen an die Spitze des Speers begibt (vgl. Speerspitzendiagramm), also anfängt, sich gegen die Tyrannei zu wehren.

Auch für die Mistgabeln wird die Zeit kommen und ich wage zu hoffen, dass das gar nicht mehr so lange hin ist. Aber es werden nicht wir sein, die von Anfang an Widerstand gegen die Absurdität geleistet haben, die den Sprechpuppen den Rest geben, sondern diejenigen, die bis jetzt immer noch nicht kapiert haben, dass sie verarscht worden sind.

Aber morgen, vielleicht erst übermorgen, werden es genug sein, die es endlich kapiert haben. Die werden wütend sein. Die werden unmündig sein. Die werden sich wie Automaten verhalten. Aber aufräumen, das werden sie. Zumindest mit dem Sichtbaren.

Wir sollten derweil überlegen, wie wir für diesen nicht mehr unwahrscheinlichen Fall Vorsorge dafür treffen, dass wir nicht in die nächste Massenpsychose, nicht in die nächste Tyrannei, nicht in die nächste Medienhypnose verfallen. Wie wir politische und mediale Macht begrenzen können, damit wir uns nicht irgendwann in der Zukunft wundern müssen, dass das mit “damals” auf einmal “schon wieder passiert.”

Wie wir die Wunden heilen werden, die man uns zugefügt hat. Wie wir für Gerechtigkeit sorgen, auch im Kleinen, und dabei sowohl vermeiden, eine unangemessene Generalamnestie auszusprechen, als auch den Spieß einfach umzudrehen. Die Spaltung der Gesellschaft muss rückgängig gemacht und nicht (mit umgedrehten Vorzeichen) zementiert werden.

Wie entwickeln wir möglichst schnell neue Techniken , wie kriegen wir möglichst schnell wieder eine funktionierende medizinische Versorgung, ein sicheres Stromnetz und eine solide Versorgung mit Lebensmitteln?

Und wie überleben wir – psychisch, aber auch physisch!!! – bis zum Wendepunkt, wie schaffen wir es, nicht im Endspiel, das Ziel vor Augen, noch unter die Räder zu geraten? Wie kriegen wir die Risse, die sich schon sichtbar im Damm zeigen, erweitert, bis hin zum Dammbruch? Wie brechen wir die Macht der Massenmedien, den Menschen eine völlig surreale Komödie als Realität verkaufen zu können? Wie stellen wir nach dem kollektiven Übergriff aller staatlichen Institutionen das Vertrauen der Menschen ineinander wieder her (nicht in die Institutionen, die haben alle ausgedient)? Wie können wir den Prozess des kollektiven Aufwachens, den wir erfreulicher Weise beobachten dürfen, beschleunigen?

Author: headofspear

Erster Speerzenturio des Kollektivs

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