Spazierengehen – aber richtig!

Uns scheint ein verstärktes Interesse an allen Fragen rund um das Spazierengehen zu bestehen, worauf wir gerne näher eingehen.

Früher war das Spazierengehen eine einfache, um nicht zu sagen triviale, Tätigkeit. Die wichtigsten Fragen, die man sich stellen musste, waren: Wohin gehen wir? Wie lange ist zu weit? Und wo ist eigentlich Oma, die war doch eben noch da?

Heute ist Spazierengehen schwieriger geworden. Wie das Aussprechen der Wahrheit, das Verfügen über den eigenen Körper und das Erscheinen auf der Arbeit ohne per Miniklobürste geführtem Gesundheitsnachweis, ist es zur revolutionären Tat geworden.

Was sollten wir also beachten, wenn wir einen Verdauungsspaziergang einlegen und zufällig andere treffen, die ähnlich denken, wie wir?

Zuerst einmal sollten wir Oma suchen, erst wenn die wieder da ist, kann es weitergehen.

Dann sollten wir uns klarmachen, dass wir ggf. auf Tuchfühlung mit der Trachtentruppe gehen müssen. Vorbereitend also die Fragen: Ist dieser spezielle Spaziergang genehmigt worden? Welche Erfahrungen gibt es in diesem Ort mit der Trachtentruppe? Begleiten die normalerweise friedlich oder sind sie dafür bekannt, dass der Schlagstock locker sitzt?

Wenn ersteres zutrifft: Ruhig die Oma, die Kinder und den Hund mitnehmen. Wenn es aber schon schlechte Erfahrungen gibt, lieber kein Familienevent draus machen!

Bei unangemeldeten Spaziergängen und erwarteter Konfrontation mit den Blauen: Denkt daran, ihr geht nur spazieren! Vielleicht wolltet ihr gerade einkaufen oder so?! Mit den Blauen bitte nicht reden. Die dürfen, im Austausch gegen ihren Namen und ihre Dienstnummer (beides notiert ihr! Jedes Mal!) eure Personalien erfragen. Das ist aber alles, was ihr denen sagt! Ihr diskutiert nicht mit ihnen über die Rechtmäßigkeit ihres Tuns. Lasst sie ihre Ordnungswidrigkeitsanzeige schreiben. Äußert euch nicht! Auch „ich habe das nicht gemacht“ ist eine Äußerung. Sagt gar nichts! Die meisten Verurteilungen finden nur statt, weil der Angeklagte der Polizei irgendwas gesagt hat. Schweigen ist euer gutes Recht. Vielleicht setzen die euch sogar unter Druck und sagen, wenn ihr schweigt, sieht das verdächtig aus. Egal! Nehmt euer Recht zu schweigen wahr!

Wenn die Blauen gewalttätig werden: Handys raus! Ihr dürft die Blauen immer filmen, wenn die sich in der Öffentlichkeit bewegen. Oft erzählen sie was anderes, weil sie nicht wollen, dass man sie bei ihrem illegalen Tun filmt. Kamera draufhalten! An alle schicken (an uns, den CA, Boris, Klagepaten, etc.).

Ihr könnt denen viele Aktionen schon unmöglich machen, wenn ihr euch nicht vereinzeln lasst. Notfalls einhaken, Ketten bilden, die Männer und zu groß geratenen Frauen außen, die kleineren Personen und Kinder (falls sie doch dabei sind) innen. Oma auch innen, wenn es geht.

Durchbrecht keine Polizeiketten! Ihr gewinnt damit nichts, die MSM haben dann nur „schöne Bilder.“ Fließt stattdessen durch die Straßen und Gassen. Immer dann, wenn die Blauen sich irgendwo aufstellen, geht ihr woanders her. Der Zug kann sich auch auftrennen, aber Obacht, dass die Blauen nicht einzelne Gruppen einkesseln können – und legt vorher fest, wer immer zusammenbleibt (z.B. Familien), damit ihr euch nicht nachher endlos suchen müsst.

Bei extremer Gewalt durch die Blauen haben sich „keine Gewalt!“ und „wir sind friedlich, was seid ihr?“ etabliert. Das transportiert die Botschaft, es wirkt aber immer ein wenig hilflos. Fritsch hat es immerhin geschafft, abgeführt zu werden, indem er die Menschenrechte, das GG und das Beamtengesetz verlesen hat. Das hat doch was, den Blauen die Paragraphen, die sie eigentlich begrenzen sollten, für alle hörbar um die Ohren zu hauen:

Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person. (Art. 3 der Allg. Erkl. d. Menschenrechte)

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. (GG Art. 1)

Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich.(GG Art 2)

Beamtinnen und Beamte tragen für die Rechtmäßigkeit ihrer dienstlichen Handlungen die volle persönliche Verantwortung.(Beamtenstatusgesetz §36)

Das ist zugegebenermaßen nicht ganz so griffig wie „keine Gewalt“ und wird auch die Situation nicht auflösen, kann aber ggf. im Nachhinein als Beweismaterial verwendet werden, wenn es gefilmt wurde. Ohnehin kann man ja mal ausprobieren, was passiert, wenn man eine Druckausgabe des Grundgesetzes wie einen Schild zwischen sich und die prügelnden Blauen hält. Wenn man abenteuerlustig ist…

Denkt daran, dass jede Widerstandshandlung gegen die Trachtentruppe als Straftat gewertet werden kann. D.h. auch gepeinigten anderen Spaziergängern zur Hilfe zu eilen, kann ins Auge gehen. Macht euch zur Regel, dass ihr möglichst eure Abstände gegenüber den Uniformierten einhaltet. Im Notfall die Hände heben oder auch auf den Boden hocken (z.B. wenn die anderen Spaziergänger von hinten Druck ausüben und ihr sonst in die Uninformierten, pardon, Uniformierten, reinrennen müsstet). Selbst wenn die Blauen, wie sie es ja gerne schon mal machen, auf alte Leute oder Schwangere eindreschen, hilft es nichts, ihnen den Schlagstock wegzunehmen und damit erzieherisch auf sie einzuwirken. Das Beste, was ihr dann machen könnt: Die hilflose Person mit eurem Körper schützen und damit vielleicht erreichen, dass man euch stattdessen abführt.

Diese Aktionen sind (und sie waren es schon im August 2020, als die ersten Prügelorgien gefilmt wurden) psychologische Kriegsführung. Sie wollen euch wütend machen. Ihr sollt den Fehler machen, euch gegen die Staatsgewalt zu wehren. Ihr solltet euch aber, auch und gerade in so einer emotionalen Situation, die Frage stellen, ob das zu gewinnen ist. Wenn die Antwort „Nein“ ist: Füße stillhalten.

Es wird der Moment kommen, an dem die Staatsgewalt uns nichts mehr entgegenzusetzen hat. Aber dieser Moment ist noch nicht da und irgendein Polizist aus Halle an der Saale oder Schweinfurt am Main ist auch nicht die Person, an der man das ausprobieren sollte. Selbst wenn er seinen Dienstpflichten nicht nachkommt und sich als Prügelknabe missbrauchen lässt.

Ihr werdet schon wissen, ihr werdet es fühlen, wenn die Machtverhältnisse sich umgekehrt haben. Und zu diesem Zeitpunkt werdet ihr sicherlich nicht mehr normalen Polizisten gegenüberstehen, die werden dann auf eurer Seite stehen, selbst wenn sie heute noch auf Oma einprügeln.

Uns erreichen immer mehr Berichte über eingeschleuste Agenten. Die schubsen dann Polizisten, reden wutentbrannt mit den Demonstranten über die Maßnahmen und versuchen sie aufzustacheln. Das System will also, dass die Scheiße eskaliert. Daher: Bleibt besonnen! Wenn ihr vorhabt, eurer politischen Meinung mit Gewalt Ausdruck zu verleihen, ist ein Spaziergang, gerade einer, bei dem Familien mitlaufen, der falsche Ort. Sowas plant man ganz anders bzw. würde man das machen, wenn man denn gewalttätige Aktionen befürworten würde, was ja niemand tut, wirklich niemand. Sowas würde man dann aber im Geheimen planen und durchführen.

Die Agenten des Systems sollen Bilder produzieren, welche die Medien dann zum Anlass nehmen können, die Spaziergänge weiter zu kriminalisieren. Sie haben keine Antwort auf die friedlichen Massenproteste überall, deswegen sind sie im Panikmodus.

Aber seht es mal so: Die Agenten kann man eigentlich recht schnell erkennen und isolieren. Auch die Antifa-Gegendemos sind meist so lächerlich klein, dass man feststellen kann: Mehr kriegt das System nicht auf die Kette!

Wenn jemand eine Kamera auf euch draufhält, gilt: Wenn ihr nicht zu 100% wisst, dass das einer “von uns” ist, sehr, sehr vorsichtig sein. Gebt der Lügenpresse keine Interviews, die verdrehen euch nur die Worte im Munde. Nur einfache, allgemeine Statements wie “Mein Körper gehört mir!”, “keine Impfpflicht!”, “Frieden, Freiheit, Demokratie!” oder die o.g. Paragraphen und Artikel.

Geht ohnehin prophylaktisch davon aus, dass ihr die ganze Zeit von den MSM gefilmt werdet und verhaltet euch entsprechend.

Zuletzt zum ewigen „Nazinazi“-Vorwurf: Wie wir schon in „wenn ihr auf die Demo geht“ (s.u.) ausführlich beschrieben haben: Distanziert euch niemals von irgendwas und erst recht nicht von irgendwem! Ihr schadet dem, von dem ihr euch distanziert, ihr schadet der Sache und ihr schadet euch selbst!

Wenn einer Symbole oder Spruchbänder dabei hat, die bei euch was triggern, sprecht ihn freundlich an, dass es doch heute um die Maßnahmenkritik bzw. um die Freiheit und die Überwindung der Spaltung geht. Fragt ihn, warum er das wichtig findet, in diese Kerbe zu schlagen, diese Symbole zu zeigen. Ihr werdet schnell rausbekommen, ob es ein echter Nazi ist, dann wird er nämlich normalerweise Rede und Antwort stehen und seine Partikularinteressen nicht über das Allgemeininteresse stellen. Wird er aggressiv und fängt an davon zu faseln, dass alle vergast werden müssen, ist er höchstwahrscheinlich ein bezahlter Agent. Oder ein Irrer. Auf jeden Fall muss er dann vom Rest des Spaziergangs isoliert werden. Hier kann man notfalls auch die Blauen einschalten.

Wichtig ist bei diesen Dingen, dass ihr die Menschen nach ihrem Verhalten beurteilt, nicht nach ihrem Aussehen. Es gibt glatzköpfige Tätowierte, die nichts mit Nazinazi zu tun haben und auch wenn die Systemagenten gerne in Trainingshose rumlaufen, heißt das nicht, dass jeder mit Trainingshose ein Agent ist. Und jeder Vollnazi, der einfach mitläuft und “Frieden, Freiheit, Demokratie!” skandiert, sollte uns genauso willkommen sein, wie jeder Antifant, jeder Ex-Pfizer Mitarbeiter und jeder Bürgermeister.

Nochmal zum mitschreiben: Wenn wir es zulassen, dass man uns vorschreibt, mit wem wir laufen dürfen und wen wir ausschließen müssen – eben die Nazinazis – dann haben wir schon verloren, weil die MSM stündlich die Grenze dessen verschieben, was als “Nazinazi” gilt.

Und auch wenn wir uns wiederholen: So wichtig die Spaziergänge sind, sie sind nur ein Nebenkriegsschauplatz, viel wichtiger ist, dass ihr nicht mehr mitmacht. Im Alltag. Dass ihr die Maske nicht tragt, euch nicht testen lasst, keine G-Nachweise einfordert oder bereithaltet.

Und auch dieses wiederholen wir gern: Wir stehen nicht für Gewalt, auch nicht gegen Polizisten! Wir stehen nicht für Spaltung und Hetze, das sind die anderen! Wir gehen nicht „gegen die Maßnahmen“ auf die Straße, wir gehen für Menschlichkeit, Freiheit und Selbstbestimmung, für Frieden, Völkerverständigung und Menschenwürde spazieren. Uns ist egal, ob jemand reinblütig, zwei mal geimpft oder geboostert ist, wenn er wie wir gegen die Krankheitstyrannei und den neuen Faschismus aufsteht. Uns ist egal, ob der Typ neben uns sich politisch als rechts, links, mittig oder einfach nur ganz unten einordnet, ob er schwarz, weiß, gelb oder grün im Gesicht ist (wenn er grün ist, ggf. Kotztüte bereithalten). Es interessiert uns nicht, ob er Jehova, Allah, Christus oder Ganesha für den obersten Gott hält, so lange sein Herz an der richtigen Stelle sitzt und sein Verstand noch funktioniert. Es ist wurscht, welche Lieblingsverschwörungstheorie er hat und ob unsere Lieblingsverschwörungstheorie besser ist.

Die Arschgeigen haben versucht die Couchpotatoes zu Helden zu stilisieren, weil sie so kontaktlos waren – ihr müsst nur ein bißchen mehr tun, um echte Helden zu werden:

Lauft!

Jeden Tag, in jeder Stadt und jedem Dorf. Wenn heute nichts im Ort stattfindet, fahrt in den Nachbarort. Wenn ihr keine Zeit habt oder mal ne Pause braucht, dann geht es eben morgen wieder los.

Selbst wenn es bis in den Sommer so weitergehen sollte: Lauft! Wenn es regnet, nehmt einen Schirm mit, wenn es schneit, einen Schlitten. Und abends mit Beleuchtung (wenn ihr Fackeln, statt Kerzen nehmt, dann achtet bitte darauf, dass es pinke Friedensfackeln sind, damit sie euch nicht Nazinazi nennen können).

Mehr zum Thema:

Gedanken zu den Spaziergängen:

Allgemeiner Ratgeber zu Demonstrationen, Nazivergleichen und Distanzierungen:

Überlegungen zum §130 StGB:

Wie man kreativ protestiert:

Mehr zu kreativen Protesten:

Author: headofspear

Erster Speerzenturio des Kollektivs

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