Werden wir gespalten oder schaffen wir das alleine?

Offizielle Stellungnahme des ersten Speerzenturios des Kollektivs Speespitze, Primus Pilus (Headofspear), Hauptsitz des Kollektivs in Buxtehude an der Havel, Dachterrasse, am 6.6.2021

Wohin wir dieser Tage auch sehen: Spaltung, Misstrauen und kleinliches Gezänk.

Unsere Diagnose, dass der Deutsche sich nicht über die Farbe von Scheiße einig zu werden imstande ist, bestätigt sich erneut. Wenn drei Deutsche zusammenkommen, sind da mindestens schon fünf Meinungen versammelt.

Die einen finden die anderen zu radikal, die anderen finden die einen nicht radikal genug. Jeder scheint zu wissen, was der Weg ist, wie oder ob man das System zum Einsturz bringen kann und zu welchen Göttern man beten muss, damit Corona von alleine weggeht.

Jeder weiß, dass es nur genau so klappen kann, wie er es sagt und nicht anders und dass alle anderen sich seiner Meinung anschließen müssen – oder sich halt verpissen können.

Die Vielfältigkeit der Widerstandsbewegung wird als Problem identifiziert, die Einigkeit, die von den Bütteln, aber auch den Egomanen der Bewegung, schon erodiert wurde, dadurch noch weiter zerstört.

Dem einen sind die anderen zu positiv, dem anderen die einen zu negativ.

Das Kollektiv Speerspitze steht weiterhin dafür, dass jeder verdammt noch mal genau soviel und genau das tun soll, was er eben kann. Und vielleicht ein klitzekleines bißchen mehr. Wir stehen für die Ansicht, dass man den Impflingen, Schlafschafen und Maskenfaschisten sicherlich ihre Doofheit und Charakterlosigkeit vorwerfen darf, sicherlich die Willfährigkeit großer Teile der Bevölkerung beklagen mag, aber sich nicht anmaßen sollte, anderen zu erzählen, wie sie ihren Widerstand zu leisten, welchen Organisationen sie sich anschließen, zu welchen weltanschaulichen oder religiösen Gedanken oder Schulen sie sich zu bekennen haben.

Der eine trägt im Notfall auch mal Maske, der andere ist stolze Maskenjungfrau. Der nächste hat vielleicht keine Möglichkeit, außer sich z.B. für die Arbeit testen zu lassen, der übernächste ist stolze Testjungfrau. Der eine demonstriert, der andere schreibt Artikel. Der nächste duckt sich möglichst weg, der übernächste zieht mutig vor Gericht.

Keiner hat die Universallösung, sonst säßen die Verbrecher längst alle im Knast. Das heißt jeder, der behauptet, er habe die Universallösung und alle müssten ihm jetzt einfach folgen und dann ist in drei Tagen Weltfrieden, hat entweder einen an der Murmel oder spaltet vorsätzlich. Ist auch überhaupt nicht wichtig, welche von beiden Möglichkeiten im Einzelfall zutrifft, weil die Verhaltensweise in beiden Fällen die gleiche sein muss: Ignorieren!

Was aber sind Dinge, die man noch tun kann und was sollte man besser vermeiden?

Demos und künsterlische Aktionen

Ja, geht raus, versammelt euch, lasst euch ein wenig von der Polizei hin- und herscheuchen. Nur nicht am 19.6. in Berlin!!!

Verbreitet gute Stimmung, versucht auch Leute außerhalb unserer Blase zu erreichen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen, vernetzt euch mit Gleichgesinnten. Steht auf, sagt eure Meinung. Das tut gut. Uns erreichen immer wieder Anfragen von Menschen, die ihren Kampf ganz allein führen müssen: Vernetzt euch! Geht zusammen auf die Demo, plant künstlerische Protestaktionen oder trefft euch einfach und habt eine gute Zeit miteinander!

Recht und Gesetz

Ja, man sollte alle anzeigen und verklagen, die bei der Coronascheiße mitmachen und die Verwaltungsgerichte mit Normenkontrollklagen überfluten. Warum nicht? Man sollte sich nur nicht die Hoffnung machen, dass man Recht bekommt, nur weil man Recht hat. Und aufpassen, dass das nicht negativ auf einen zurückfällt. Die Kindeswohlgefährdungsklagen der Basis zum Beispiel halten wir für riskant. Die Gerichte haben bewiesen, dass die unter „Kindeswohl“ was ganz anderes verstehen als wir. Das heißt nicht, dass man das nicht versuchen kann, man muss nur alle möglichen Konsequenzen abwägen und sich darauf vorbereiten. Das gilt ja für alles andere auch.

Medien alt und neu

Ja, macht mit! Kommentiert, nehmt Videos auf, schreibt Artikel, lest euch Wissen an. Denkt daran, dass wir in einer Blase sind und die anderen uns nicht verstehen. Kümmert euch nicht um die Altmedien und was sie sagen, nicht um Youtube und Facebook. Es reicht sich die Überschriften der Bild, Welt und SZ anzusehen, um zu wissen, in welche Richtung es geht. Schaut kein Fernsehen, hört kein Radio, lasst euch nicht kirre machen.

Bevorraten

Ist auch nicht verkehrt. Stellt euch darauf ein, dass das System noch ganz andere Überraschungen für uns parat haben könnte (Inflation, Blackout, Cyberattacke, kriegsähnliche Zustände). Seid vorbereitet, soweit man auf solche Katastrophen vorbereitet sein kann, nicht nur physisch, sondern vor allem auch psychisch! Geht aber nicht in die Angst, es kann auch alles anders kommen. Geht die möglichen und wahrscheinlichen Szenarien in eurem Kopf durch und überlegt euch, wie ihr da jeweils drauf reagieren könnt. Wenn ihr entsprechende Vorbereitungen getroffen habt, kreist nicht mehr mit den Gedanken darum. Um Dinge, die ihr eh nicht ändern könnt (versprühen sie Chemtrails? Höchstwahrscheinlich! Kannst du dagegen was machen? Eher nicht), macht euch gar keine Gedanken. Das bringt nichts. Sorgt vor, wo es geht und betet, wo ihr nicht vorsorgen könnt.

Die Seele aufräumen

Wir haben nun an diversen Stellen kundgetan, dass spirituelle Umkehr Not tut. Wie ihr das anstellt und in welchem weltanschaulichen Rahmen ihr euch bewegt, ist dabei egal. Toleriert es auch, wenn eure Mitstreiter eben andere Wege haben, soweit sie überhaupt auf dem Weg sind. Unter Weggefährten sollte es möglich sein, dass jeder seiner eigenen Überzeugung Ausdruck verleiht, ohne dass man sich in die Köpfe kriegt. Das geht aber nur, wenn man demütig genug ist zu wissen, dass man die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen hat. Impulse von anderen, die man als positiv und gewinnbringend wahrnimmt, kann man dann aufnehmen und ansonsten ein herzliches „agree to disagree“ pflegen, wie es neudeutsch heißt. Löst euch von negativen Einflüssen, von den Dauermeckerern, die sich auch noch darüber beschweren, wenn die Sonne scheint und sie Vanille- statt Schokoladeneis bekommen haben.

Das Neue errichten

Alles läuft auf eine Apartheid hinaus. Organisert euch also Strukturen, in denen ihr ein lebenswertes Leben führen könnt. Eruiert Geschäfte, die keine Impfausweise oder Testnachweise sehen wollen (z.B. über animap.info), trefft euch mit anderen Erwachten, ignoriert die Impfschafe, wo ihr nur könnt. Das Neue, das wir gerade erschaffen, wird viel cooler sein, mehr Sexappeal haben und von Einhörnern und Regenbögen nur so strotzen. Das Alte wird auch für die Ängstlichen schnell jeden Reiz verlieren, sobald sie sehen, dass es echte Alternativen gibt. Bewerbt aber Alternativen auch erst dann, wenn sie tragfähig sind, lockt die Leute nicht mit halben Sachen und leeren Versprechungen, die ihr dann nicht halten könnt.

Bei der Wahl

Ja, geht hin, macht euer Kreuz! Aber erhofft euch nicht zu viel davon. Versucht Wahlmanipulation vorzubeugen, indem ihr als Wahlbeobachter dabei seid, aber macht euch nicht die Hoffnung, dass jede Wahlfälschung auf diese Weise aufgedeckt werden kann. Macht euch bewusst, dass das Parlament wenig und immer weniger Machtbefugnisse hat, die Lobbys, Konzerne und das große Geld die Politik beherrschen und die Verschiebung um ein paar Prozentpunkte nichts bringt. Ja, tretet ein in die alternative Partei eurer Wahl und versucht dort Gutes zu tun, aber erwartet nicht, dass die nicht unterwandert werden. Geht davon aus, dass die Energie, die ihr da rein steckt, höchstwahrscheinlich abgesaugt wird und Streitereien mit den Parteigenossen nicht zu vermeiden sein werden. Wenn ihr da keinen Bock drauf habt, lasst es sein und steckt eure Energie in andere Dinge.

Und bei allem, was ihr tut: Verschließt keinem, der eure Hilfe braucht, euer Herz. Egal, ob der radikaler ist als ihr oder nicht radikal genug. Macht nicht mit bei der ewigen Spalterei. Bezähmt euer Ego und lasst auch mal andere was sagen.

Versucht selbst denen gegenüber, die dem sozialen Druck nachgegeben und sich haben impfen lassen, so lange reserviert höflich zu bleiben, wie es nur geht. Ausschließlich die Maskenfaschisten, Dauertester und Impfnazis sollten spüren, dass ihr sie nicht für Menschen haltet. Denn das sind sie nicht mehr.

Primus Pilus (Headofspear)

Erster Speerzenturio des Kollektivs Speerspitze

Aus dem Hauptsitz des Kollektivs in Buxtehude an der Havel, Dachterrasse

6.6.2021

PS: An alle Mitglieder des Kollektivs: Wegen der vorzüglichen Arbeit, die ihr alle in den vergangenen Wochen geleistet habt, erhalten alle Untersekretärinnen, Praktikanten und Mindestlohnbezieher, sowie die Hausmeister, die Gärtnerei, das Kantinenpersonal und die Putzhilfen des Hauptsitzes und selbstverständlich auch alle hochausgebildeten Fachkräfte wie unser Anwaltsteam, die Abteilung investigativer Journalismus (Codename „Günter Wallraff“) und last but not least unsere Expertenexperten, Faktenverdreher und Völkerballspezialisten ab morgen eine Woche bezahlten Urlaub. Wobei „bezahlt“ hier nur heißt, dass wir wie sonst auch Gutscheine für die Kantine ausstellen, die allerdings nicht eingelöst werden können, so lange die Kantine geschlossen ist. Da nicht gearbeitet wird, entfallen alle Präminen, insbesondere gibt der Vorstand in der nächsten Woche keine Alkoholika aus. Mitarbeiter des Monats Juni sind, wie schon im Mai, in Doppelspitze, Kai-Uwe und seine Frau PingPongKimJung, die sich wirklich verdient gemacht haben, indem sie dem ersten Speerzenturio beim Verfassen dieses Artikels die Füße massiert und zwischendurch diverse Schnäpse kredenzt haben.

Die Filiale Haßloch bleibt in Minimalbesetzung zu Monitoringzwecken offen, die Zweigstellen Schittenbühl und Biesterschied schließen genauso wie der Hauptsitz. Der Vorstand nimmt in dieser Zeit keine Telefonate entgegen, nur Kai-Uwe hat eine Notfallnummer bekommen, die aber wirklich nur für den absoluten Notfall gedacht ist. Wer anruft und es ist kein Notfall, erhält zehn Peitschenhiebe.

Author: headofspear

Erster Speerzenturio des Kollektivs