Die Gemäßigten als Brücke?

Wir haben die Gemäßigten heftig angegriffen, haben ihnen unterstellt, sie würden noch mehr als die Zeugen Coronas und die schweigende Mehrheit schuld daran sein, dass die Scheiße immer weitergeht.

Und wir nehmen das nicht zurück. Die Impffrage ist die entscheidende und jeder, der den Satz

Lasst Euch um Himmels Willen nicht impfen!

nicht zu 100% unterschreibt, ist verdächtig.

Aber:

Gerade die Aktion “alles dicht machen” und die anschließenden Diffamierungen und Morddrohungen gegenüber den satirisch auftretenden Schauspielern (die ja auch in die Kategorie “Gemäßigte” fallen) haben gezeigt, dass der Riss, der durch unsere Gesellschaft geht, sogar noch tiefer ist als befürchtet.

Kurz: Thesen des Corona-Ausschusses, Aufrufen von Professor Bhakdi und selbst den nachdenklichen Schwurbeleien eines Gunnar Kaiser fehlt die Anschlußfähigkeit.

Man könnte genauso gut chinesisch mit den Schlafschafen reden. Es bringt einfach nichts. Das ist nicht nur verstörend und frustrierend, das ist lebensgefährlich.

Die Impfkampagne läuft in Deutschland jetzt erst richtig an. Wenn wir nicht in den nächsten Wochen noch viel mehr Menschen erreichen, besteht ein hohes Risiko, dass wir einen großen Teil unserer Bevölkerung verlieren.

Daher haben wir die Gemäßigten für uns wiederentdeckt: Zum Beispiel Sahra Wagenknecht, deren neues Buch die “neue Linke” sehr schön entlarvt, aber im Denken der “alten Linken” bleibt. In der Impffrage ist sie immerhin so weit gegangen zu sagen, jeder müsse die Risiken und Nebenwirkungen selbst bzw. in Absprache mit seinem Arzt abwägen und es dürfe keinen Impfzwang und auch keine Vorrechte für Geimpfte geben.

Die AfD hat sich ja ebenfalls zu nie gekannten Höhen aufgeschwungen. Ob es die Kritik am Infektionsschutzänderungsgesetz ist oder die Feststellung, dass die SPD bei Youtube gerade mal ein paar Hundert Aufrufe hat, während die der AfD regelmäßig in die Millionen gehen. Auch dass der Mainstream Gauland tatsächlich vorgehalten hat, dass der Mann sich hat impfen lassen, statt ihn zu loben, spricht ja Bände.

Auch Reitschuster schätzen wir nach wie vor als “Gemäßigten” ein, wobei man ja, wenn man seine Sachen verfolgt, quasi dabei zuschauen kann, wie er den Glauben an den Rechtsstaat nach und nach verliert.

Das Mainstreamblatt “die Welt” gewinnt auch mehr und mehr an Zitierfähigkeit, hier werden nunmehr fast täglich kritische Beiträge veröffentlicht.

Die Genannten und andere Gemäßigte wie Tamara Wernli bieten sich als Gewährsmänner an, wenn man mit den Verblendeten diskutiert. Sie schließen den Graben zwischen Coronawahnsinnigen und Aufgeklärten, zwischen Impfgeilen und Leuten mit gesundem Menschenverstand.

Bitte nicht falsch verstehen: Wir halten es nach wie vor für Unfug, wenn Halbkritische die Bundesregierung zeihen, sie sollten endlich genug Impfdosen ranschaffen oder den Bürger ermahnen, sich weiter foulen zu lassen und auf das Verdikt des (bestochenen) Schiris zu warten.

Aber die Zeit rennt uns davon und wir erreichen die Normalos nicht mehr! Es ist wie in einem Alptraum, in dem die anderen uns nicht hören oder nicht verstehen können. Selbst die Satire von “Allesdichtmachen” ist von vielen überhaupt nicht verstanden worden, dabei war die Aktion zum allergrößten Teil auf den Punkt, scharfsinnig und intelligent.

Immer noch besser einer schaut sich Wagenknechts Wochenschau oder Tamaras Sketch News an, als die Tagesschau oder die Lockdownandacht im ZDF (“Heute Show”).

Ergänzung: Die obigen Gedanken laufen also darauf hinaus, dass man Menschen, die dem Narrativ Nr. 1 anhängen, nicht das Narrativ Nr. 3 verkaufen kann, sondern sie über das Narrativ Nr. 2 dorthin führen muss (vgl. drei Narrative).

Author: headofspear

Erster Speerzenturio des Kollektivs