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In der tiefsten Dunkelheit findet sich ein Licht. Es mag klein sein, aber es leuchtet hell.

In einer Zeit nicht nur der Unmenschlichkeit, sondern der buchstäblichen Entmenschlichung entdecken wir was es heißt, Menschen zu sein.

Umgeben von Hass fangen wir wieder an zu lieben.

Die Gottlosigkeit treibt uns ins Gottvertrauen, die Angst beflügelt unsere Herzen, die Wut gibt uns unsere Würde zurück.

Und eines Tages, so weit entfernt ist er nicht mehr, werdet auch ihr, die ihr in der Angst gefangen seid, sagen: Was ist das Leben wert ohne Freiheit? Was ist das Überleben wert ohne Nähe? Was bleibt vom Menschen, isoliert man ihn von den anderen?

Ihr alle, die ihr in der Angst gefangen seid: Wie lange werdet ihr noch zulassen, dass man euch vergewaltigt und demütigt? Auf wie viel werdet ihr noch verzichten zugunsten des angeblichen Gemeinwohls? Wie oft werdet ihr euch testen lassen, obwohl ihr euch gesund fühlt und werdet ihr euch noch gesund fühlen, wenn irgendwann der Test positiv ist?

Ihr alle, die ihr in der Angst seid: Werdet ihr euch die Spritze geben lassen, um wieder frei zu sein? Werdet ihr von der Klippe springen ,weil es die anderen auch tun? Werdet ihr zulassen, dass ihr entrechtet und schließlich abgeschafft werdet?

Oder macht ihr sogar mit? Seit ihr wirklich schon so krank? Egal, wie es meinem Nachbarn geht, Hauptsache ich kann wieder ins Kino und im Biergarten ein Helles saufen? Verpfeift den anderen nicht deshalb, weil ihr wirklich eine Gefahr spürt, sondern weil ihr ihn schon vor der Krise nicht leiden konntet? Grundrechte ja, aber nur für Geimpfte?

Es gibt kein “ihr” und “wir”, keine “in-” und “outgroup.” Es gibt nur uns. Uns alle, uns Menschen, die man auf perfide Art als gegenseitige Foltermeister installiert hat.

Was ist unser Leben wert, wenn wir keine Menschen mehr sein dürfen? Wenn wir uns dem Zwang beugen, dem Unrechtssystem ausliefern – oder sogar mitmachen und uns gegenseitig vernichten?

Werden wir nicht irgendwann, wenn wir alt und grau sind – soweit man uns überhaupt alt und grau werden lässt – bereuen, dass wir nicht aufgestanden sind, damals, als das alles anfing? Würden wir dann nicht diese ganze Zeit in der Knechtschaft eintauschen gegen nur einen einzigen Tag in Freiheit?

Wir machen da nicht mit! Wir weigern uns! Wir sagen NEIN!

Author: headofspear

Erster Speerzenturio des Kollektivs