Was machen wir eigentlich, wenn Corona vorbei ist?

Geht Ihnen das auch manchmal so? Sie haben mal wieder ein oder auch zwei Stunden über das große Elend geredet, das uns seit einem Jahr befallen hat und Sie fragen sich: Worüber haben wir eigentlich vor Corona geredet?

Versuchen Sie es mal, da kommen schöne Dinge bei herum. Im Hauptsitz des Kollektivs Speerspitze in Buxtehude existiert ein Corona-Laber-Verbot außerhalb der Arbeit. Also immer wenn es gerade nicht um einen neuen Artikel geht, an der Kaffeemaschine oder im Raucherbereich, darf man nicht über Corona sprechen. Die Mitarbeiter innen finden das super. Außen gibt es kein Coronasprechverbot, aber meistens wird drinnen gearbeitet.

Nun hat aber der allseits beliebte und mehrmals als Mitarbeiter des Monats ausgezeichnete Kai-Uwe vor kurzem eine interessante Frage gestellt.

Kurz zum Hintergrund: Die Frage stellte Kai-Uwe in Zusammenhang mit seiner bevorstehenden Heirat mit der Kollektiv-Sekretärin MingPaiPuffPing. Zunächst erläuterte er, dass das Paar eine gerade entdeckte Schwangerschaft zum Anlass nehmen wolle, sich vor dem Herrn zu trauen.

Während seiner spontanen dreistündigen Rede auf der hastig improvisierten Verlobungsfeier, kam es zu folgender nachdenklichen Szene:

Was, so fragte der studierte Jurist, Mediziner und Psychologe, tun wir eigentlich, wenn Corona vorbei ist?

Zwar verstieß er damit gegen das allgemeine Corona-Laber-Verbot, wofür er sein Leben lang Bußgelder wird zahlen müssen, aber auf der anderen Seite stieß er damit auch eine interessante Diskussion an.

Die einen behaupteten, Corona werde nie vorbeigehen, weil die Politiker ja Corona brauchen, um uns zu unterwerfen. Der nächste meinte, Corona werde schon sehr bald vorbei sein, weil immer mehr Leute aufwachen und sich wehren würden. Der dritte hielt dagegen, wahrscheinlich würden die so genannten Impfungen eine echte Pandemie auslösen und auch die werdende Mutter PingMaiPuffPeng mischte sich ein und behauptete, es werde in den nächsten Wochen zu einem Zusammenbruch der Versorgungsketten kommen.

Nun sind die meisten Mitarbeiter des Kollektivs keine Intelligenzbestien, die meisten können gerade so ihren Namen schreiben und sich die Schuhe zubinden.

Aber als Kai-Uwe sie darauf hinwies, dass keiner von ihnen im Ansatz seine Frage beantwortet hatte, da wurde es still im dritten Stock.

Was also, fuhr der Tausendsassa fort, der auch schon mal beinahe den Europapokal im Dressurreiten gewonnen hätte, sollen wir tun, wenn wir den Blödsinn irgendwie haben beenden können? Geht es dann weiter wie vorher? Machen wir dann BRD 2.0? Ist das überhaupt erstrebenswert oder muss festgestellt werden, dass auch vor Corona nicht alles zu hundert Prozent in Ordnung gewesen ist?

Brauchen wir am Ende etwas ganz Neues?

Author: headofspear

Erster Speerzenturio des Kollektivs