Alltag eines Coronaleugners

Sie wollten schon immer mal wissen, wie diese verspackten Aluhüte denken? Welche absurden Verschwörungstheorien sie so verbreiten? Wie sie privat so sind? Warum sie tun, was sie tun?

Hier haben Sie die Gelegenheit, in den Kopf eines Coronaleugners zu schauen. Aber Vorsicht! Es tun sich wahrlich Abgründe auf …

Der Duden kennt gleich drei verschiedene Bedeutungen des Wortes „leugnen“, nämlich erstens die Bedeutung, dass man eine Beschuldigung gegen sich abstreitet, also zum Beispiel leugnet, ein Verbrechen begangen zu haben, zweitens das Verneinen von Offenkundigem wider besseres Wissen und letztens die Ablehnung einer Lehre wie z.B. der Unsterblichkeit der Seele.

Die erste Bedeutung können wir im Zusammenhang mit dem Coronaleugner direkt außen vor lassen, da geht es ja nicht drum. Aber die dritte Bedeutung ist in Bezug auf das Thema noch viel unwahrscheinlicher. Das würde ja bedeuten, dass der Coronaleugner lediglich bestimmte Lehr- oder Glaubenssätze, Ideologien sozusagen, die in Zusammenhang mit dem Thema Corona geäußert werden, ablehnen würde. Und das vielleicht sogar aus gutem Grund oder zumindest nach reiflicher Überlegung. Das ist offensichtlich verschwurbelter Blödsinn.

Also trifft die zweite Bedeutung zu, das Abstreiten wider besseres Wissen.

Der Coronaleugner weiß also ganz genau, dass Sars-Covid2 oder Covid19 die schlimmste Krankheit ist, die jemals unseren Planeten heimgesucht hat. Er weiß ganz genau, dass Milliarden und Abermilliarden Menschen an dem Virus verstorben sind oder daran versterben könnten. Er weiß ganz genau, dass die lächerlichen Grundrechtseingriffe und härteste Lockdowns nur ein klitzekleines Übel sind, verglichen mit den Folgen der Krankheit, die jeden töten kann, jung oder alt, gesund oder krank, zu jeder Zeit, wenn er es am wenigsten erwartet. Er ist sich völlig im klaren darüber, dass der von renommierten Virologen entwickelte PCR-Test („Drosten-Test“) zu beinahe fast hundert Prozent akkurat ist und zudem die Applikation des Tests durch die Nase und in den Rachenbereich vor allem dann überaus angenehm ist, wenn ungeschultes Personal den Test durchführt. (Was sein muss, muss eben sein).

Er ist sich auch bewusst darüber, dass einzig und allein die Impfung aller Menschen auf der ganzen, ganzen Welt, auch denen, die schon Corona hatten und daher immun sind, die pandemische Lage beenden kann. Er weiß, dass auch gravierende Nebenwirkungen nur ein kleiner Preis sind, den man eben zu zahlen hat, wenn man seine Freiheit irgendwann zurück haben will.

Und er weiß, dass die Mutanten eine noch schlimmere Bedrohung sind, als das langweilige Standardcorona, und dass wir uns an die neue Normalität werden gewöhnen müssen.

Das alles weiß jeder vernünftige Mensch, aber eben auch der Coronaleugner, der nicht in dem Sinne unvernünftig ist, dass er etwa ein Informationsdefizit in Bezug auf die Gefährlichkeit des Virus hat, sondern einfach unverantwortlich und fahrlässig ist, allerdings mit starker Tendenz zum Vorsatz.

Um also nicht mehr um den heißen Brei herum zu reden: Jeder, wirklich jeder, Coronaleugner, Aluhutfascho und Gesundheitsketzer hat das Ziel, ein Superspreader zu werden. Er versucht alles, um sich mit Corona anzustecken und es dann an möglichst viele Menschen zu übertragen. Weil er ein hasserfüllter Misanthrop mit ganz kleinem… Ego ist.

Also geht der Coronaleugner, am liebsten täglich, in den Supermarkt. Dort kann er am meisten Menschen infizieren, dort ist die Gefahr, sich anzustecken, am größten. Er begrabbelt mit seinen unbehandschuhten, infektiösen Fingern den Einkaufswagen, das Gemüse und andere frische Waren und am liebsten sogar noch die Kassiererin.

Deshalb sind ja seit Ausbruch der Jahrtausendseuche auch die Supermärkte als Superspreadingspots No. 1 bekannt. Schuld daran sind nur die Coronaleugner. Aldi trifft es dabei am Schlimmsten. Nach einer Studie, die von Professorin Fritz Walther Pepeka von der Fakultät für Gender-Studies und intersektionalem Feminismus der Universität Buxtehude herausgegeben wurde, sind 90% aller Aldi Mitarbeiter*innen derzeit an Covid19 erkrankt. Kurz dahinter teilen Rewe und Lidl sich mit 89% den zweiten Platz. Abgeschlagen mit nur 85% und sagenhaft niedrigen 79% Krankenstand folgen die Ketten Penny und Spar. Übereinstimmend sagten 99% der Mitarbeiter*innen mit Angabe „Geschlecht weiblich“, „Geschlecht unbekannt“ oder „Geschlecht egal“ aus, sie fühlten sich seit Corona noch stärker diskriminiert als vorher, vor allem dadurch, dass Hassnazis ihre jeweilige Minderheitengruppe pauschal verunglimpfen.

Pauschale Verunglimpfung, so fährt die Studie fort, sei aber in allen Fällen böse.

Alle, die Corona leugnen sind, wie die Forscher ebenfalls herausgefunden haben, auch in anderen Bereichen des Lebens ganz schlechte Menschen, sie trennen den Müll nicht, leugnen auch andere offenkundige Dinge (z.B. den Klimawandel) und furzen im Bus.

Das gleiche Forscherteam um die aus Film und Fernsehen bekannte mutige Professorin (die übrigens schon vor Corona warnte, als Drosten noch seine Doktorarbeit fälschte) hat eine weitere Studie in Auftrag gegeben, welche belegt, dass die Annahme, die so genannten Querdenker-Demonstrationen seien Superspreadingevents, sich so nicht halten lässt. Zwar sind die Infektionszahlen noch viel alarmierender, als in vorherigen Studien kolportiert, aber die Uni Buxtehude fand heraus, dass es sich hier keinesfalls um Zufall oder auch Fahrlässigkeit der Teilnehmer handelt. Nein, im Gegenteil, so wie es früher „Masern-Partys“ gab, auf denen unverantwortliche Eltern ihre Kinder, statt sie impfen zu lassen, der Krankheit aussetzten und auf das Immunsystem der Kleinen vertrauten, benutzen die Coronaleugner ihre Demonstrationen, um sich bewusst gegenseitig anzustecken und das Virus auch noch in die letzte Ecke der Republik zu tragen. In einer etwas umfangreicheren Fußnote der Studie erläutert das Forscherteam den wissenschaftlichen Fakt, dass das menschliche Immunsystem, zumal das von noch nicht ganz fertigen Menschen, also Kindern, faktisch in der Tat de facto einfach keine Chance hat gegen Viren, Bakterien oder andere Infektionen vorzugehen. Alles andere ist unwissenschaftlicher Blödsinn und es sollte gesetzlich verboten sein, sowas zu äußern, fasst die rennomierte und renommierte Professorin Pepeka die Ergebnisse und Konklusionen der wissenschaftlichen Studie zusammen.

Das erste, was ein Coronaleugner also macht, nachdem er sich auf einer eigens dafür besuchten Demonstration infiziert hat, ist in mehreren Supermärkten einkaufen zu gehen. Nebenbei kauft er so nach und nach das Klopapier weg, welches er zu Hause zu seinem eigenen perversen Vergnügen hortet. Dann besucht er ältere Angehörige oder generell ältere Menschen, die er nicht mag, infiziert sie und sucht sich das nächste Opfer.

Wenn er als Superspreader tätig geworden ist, bereitet es ihm eine diebische Freude die Gefährlichkeit des Virus herunterzuspielen, während links und rechts um ihn herum die Menschen wegsterben wie die Fliegen und die Särge sich in den Krematorien bis zur Decke stapeln.

Auch wenn diese Erkenntnisse einen richtigen Menschen extrem betroffen machen müssen und zum Nachdenken über die Segnungen des Lockdowns anregen sollten, hat das verbrecherische Wirken der Coronaleugner doch einen Vorteil: Denn unabsichtlich haben sie mittlerweile den Beweis angetreten, dass es keine Immunität gegen das Virus gibt und jeder sich unendlich oft anstecken kann, weswegen der Lockdown verschärft und die zeitliche Begrenzungen der Coronaschutzmaßnahmen aufgehoben werden müssen.

Author: headofspear

Erster Speerzenturio des Kollektivs